Ist das Abzeichen IRONMAN noch was wert?

Samstag, 15. August 2009 judi

Der Triathlon-Sport boomt. Jeder zweite Hobbysportler darf sich bereits Ironman nennen. Es stellt sich die Frage ob man diese sportliche Leistung noch als sportliche Leistung sehen darf, oder ob es gar mehr ein gemütlicher Spaziergang ist.  Zuerst einmal sollte ein Marathon unter vier Stunden gelaufen werden, vernünftiger wären sogar 3:30 Stunden.  Erst dann sollte ein IRONMAN in Erwägung gezogen werden. Wenn einem das Talent zu einem solchen Extrem-Sport fehlt, muss dies einfach akzeptiert werden. Doch dies ist leider nicht der Fall.

Mit gut 20 Kilo zu viel wird ein Neopren angezogen. Klar auch die Top-Profis benutzen solches, doch hier kann man guten Gewissens darauf vertrauen, dass sie die Strecke auch ohne Neopren schaffen würden. Viele bezeichnen den Neopren als Wasserliege – man muss also nur noch mit den Armen paddeln.

Die nächste Distanz folgt am Rad. Hier heißt es 180km auf einem Drahtesel herum zu fahren. Doch von einem Drahtesel kann hier keine Rede sein – man siehe mal in die Runde – die teuersten und heißesten Schießer. Natürlich muss ein Profi darauf bestehen, dass er von seinem Sponsor die neuste und bestmöglichste Ausstattung erhält – doch woher haben die Hobbyathleten Geld hierfür und vor allem, was bringt es ihnen? Statt Rang 1899, können sie mit dem 1820 Platz prahlen. Treten muss jeder selbst, das nimmt einem keiner ab, doch wenn man mit einem Schnitt von 25 Km/h herum rattert, ist das dann noch richtiges Radfahren oder sollte man da vielleicht doch zu den Sonntagsfahrern wechseln.

Laufen – ja laufen muss wirklich jeder selber. Doch wenn man das letzte Drittel der Teilnehmer bei einem IRONMAN beobachtet, wird hier nicht mal versucht zu laufen. Ja es ist ein richtiger Wandertag. Geht es also beim Titel IRONMAN nur noch um einen Wandertag, einem Tag,  an dem eine gewisse Distanz zurück gelegt werden muss – egal in welcher Zeit. Klar den Veranstaltern ist das egal, sie cashen nur noch ab. Vielleicht wird es besser wenn die Lizenzen in Europa auslaufen und nicht mehr erneuert werden. Bei den Profis kommt schon das erste Umdenken, sie nennen die Starter eines IRONMANS gar “Verräter des Sports”. Denn mit Sport hat so eine Veranstaltung nicht mehr viel zu tun.  Viele schwärmen von der Zeit, wo Triathlon noch nicht von der Masse überrannt wurde. Und so kommen die normalen Triathlon-Events wieder mehr in den Vordergrund. Denn hier geht es nicht um das große Geld, sondern um die Leistung und den Sport. Klar sind auch hier langsame Athleten unterwegs, doch diese machen des Spaßes halber mit und nicht um anschließend mit dem Titel IRONMAN zu prangern. Spannend wird die Zukunft des Triathlons und wohin dieser BOOOOOMMMMM führen wird.

Bookmarks:
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google

Kommentare

Von Markus am 30. Juni 2009 um 09:10

Liebe Judith,

spricht hier der Neid der Linzer Veranstalter, nicht beim IRONMAN Boom dabei zu sein?

“Verräter des Sports” wurde ich noch nie genannt – wohl weil ihr vermutlich nur von den selbsternannten Profis redet, und nicht den tatsächlichen.

Gratulation zu einem dermassen BLÖDEN Beitrag

btw: wenn sich jeder zweite Hobbysportler schon IRONMAN nennen darf, dann hast du zwei Sachen nicht verstanden.

Punkt 1: IRONMAN ist nur der Sieger des IM Hawaii – alle anderen sind IRONMAN Finisher

Punkt 2: So viele Starter sind bei den IRONMAN Bewerbe auch wieder nicht erlaubte, als das 50 % aller “Wappler per Judith Definition” Starten könnten.

Von Judith am 30. Juni 2009 um 13:31

hallo markus;

schade dass du deinen nachnamen nicht preis gibst, dann könnt ich beurteilen ob du auch ein selbsternannter profi bist. nein der linztriathlon hat sicher keinen grund neidisch zu sein. ist eine klasse veranstaltung und das feedback der starter ist sehr gut – und genau darauf kommt es an. ja und die ironman-veranstaltungen sind wirklich reine abcashe. ich sage nicht das die veranstaltungen schlecht organisiert sind oder es den teilnehmern an irgendwas fehlt, nein ich sage nur, dass es hier nur noch ums geld geht und das finde ich nicht in ordnung.

zu deinem punkt1: jeder IRONMAN-Finisher, nennt sich IRONMAN oder siehst du nicht das feedback der medien. wenn sich nur eine person im jahr IRONMAN nennen darf, dann sind die ganzen presseaussendungen und presseberichte wohl falsch.

zu punkt 2:
scheinbar kennst du die neuesten medienberichte nicht. so kursiert z.b. das gerücht, dass der 70.3 in st. pölten seine starterzahlen bis zu 6000 erhöhen will…. es muss dieses jahr schon ein riesen chaos gewesen sein, wie wird es dann mit der doppelten anzahl an startern.
und doch es kann jeder (nach deiner bezeichnung) “wappler” starten – er muss sich nur rechtzeitig anmelden. auch wenn er vor hat, das ganze gehend zu absolvieren. die zeitgrenze ist so hoch ausgelegt, dass jeder durchkommt – auch wenn er wandert.

das ganze macht das ironman-image einfach schlecht, glaub mir so denken bereits auch die profis und auch andere sportler, die gute leistungen bringen. hierzu habe ich mehrere aussagen im ohr wie z.b. “wie schön war es früher bei einem ironman zu starten, zu der zeit, wo noch nicht jeder die möglichkeit hatte, zum ironman zu werden”

ja ironman ist nur noch für die breite masse interessant, ein wirklicher sportler lacht darüber. profis die startgeld erhalten und chancen auf den sieg haben, sind hier natürlich ausgenommen (sonst wären sie ja blöd ;-) )

würde mich freuen wenn du deinen namen bekannt gibst und somit zu deiner meinung/kommentar stehst.

lg judith

Von Harry am 10. Juli 2009 um 17:56

dieser “blöde beitrag” hat schon was wahres!

ich denke markus du warst in linz noch nicht dabei, sonst würdest du anders denken.
judi, glückwunsch zu eurer veranstaltung freu mich schon auf den 15.5.2010.

was in kärnten so alles rum läuft (geht) ist zwar nicht schön anzusehen weil´s mit sprot wirklich nichts mehr zu tun hat aber auch die sind auf ihre art glücklich, auch wenns nur darüber ist, €400.- ausgegeben zu haben um eine ironman medaillie zu besitzen!

lg harry

Von Wolfgang Felbauer am 16. Juli 2009 um 14:41

Hallo zusammen,

Bin durch Zufall auf diese Seite und den Beitrag von Judi gestossen.

Was hast Du eigentlich für eine Zeit auf der Langdistanz?? Jeder der diesen Bewerb finished darf sich nennen wie er will (Ironman, Ironwomen, Batman, Superman,…) Meine Zeit 2008 in Kärnten war 12:32:52 und ich bin stolz darauf, da ich diese Zeit erreicht habe und nebenbei noch eine 55 Stunden-Arbeitswoche hatte. Bin 2008 auch in Linz gestartet und es war super!! 2009 war ich in St. Pölten und wenn das stimmt das da 6000 an den Start gehen, ist das schwer vorstellbar. Allerdings sind in Linz auch zu viele, oder es sollte in 2 Wellen gestartet werden. Wie das 2009 war weiß ich nicht da ich ins Burgenland übersiedelt bin. 2009 werd ich bei keinem Ironman starten, da ich keine Zeit zu trainieren habe. Und das ist der springende Punkt!!!!! Die Zeit die Jemand zur Verfügung hat! ich würde momentan bei 70 Stunden in der Woche (auch Samstag Sonntag) nicht an den Start gehen!!! Du Judi hast mehr Zeit zum trainieren, was Dir nicht das recht gibt die Leistungen anderer, die diese Zeit nicht haben zu kritisieren!!!!!!

LG Wolfgang

hallo wolfgang;

12 stunden ist ja noch eine ganz gute zeit, aber denk doch mal an die leute die schon von anfang an vorhaben, den anschließenden marathon nur noch zu gehen. das hat nichts mit sport zu tun. das ist nur stures durchhaltevermögen. ich würde die veranstaltung qualitativ höher sehen, wenn z.B. alle teilnehmer schon einmal einen marathon in 3:30 std gelaufen sind. ist zwar keine schnelle zeit, aber wenigsten weiß man dann, das es zumindest die möglichkeit auf ein “richtiges” finishen gibt. und um einen marathon unter 3:30 std zu laufen, braucht man eigentlich nicht wirklich viel trainieren. ansosnten sollte man einfach ehrlich zu sich sein und sich eingestehen, dass man einfach kein läufer ist.

Man soll doch wenigsten ehrlich zu sich selbst sein. lieber wolfgang auch ich arbeite mindestens 70 stunden in der woche und vor allem trainiere ich nicht wirklich, mach nur sport wie ich zeit hab und es mir spaß macht. natürlich würde ich gerne wie ein profi trainieren und top-leistungen bringen können, aber ich muss leider mein geld anders verdienen. ich kritisiere auch nicht die zeit von anderen, sondern sage klar dass ein ironmal folgendes beinhaltet: 3,6 schwimmen, 180 radfahren und 42,195km LAUFEN (nicht gehen!!!)

zu den von dir geforderten wellenstarts in linz, dies ist aus organisatorischen gründen leider nicht möglich, da der veranstaltungsverein ein hobby-verein ist und keine firma dahinter hat. so müssen alle freiwillig helfen, weil für bezahlung ist leider kein geld da. also hut ab vor allen veranstaltern, die nicht ein budget von weiß ich wie viele euros haben.

lg judi

Von Wolfgang Felbauer am 17. Juli 2009 um 13:07

Hallo, Judi

Ich versteh dich in einer Hinsicht, mich stört das auch etwas, wenn manche Starter den Marathon von Haus aus “walkend” :-) beginnen, was ich allerdings so nicht 100%ig beurteilen kann, da ich ja zu diesem Zeitpunkt schon länger unterwegs bin. :-) Nur es ist auch für uns gut, das es diese Starter gibt, denn nur durch ein starkes Budget kann so eine geile Veranstaltung wie der Ironman in Klagenfurt stattfinden. Und wenn wir erlich sind, schwimmen, fahren und laufen wir ja alle unser eigenes Rennen!!! Der Sieg(zumindest für mich) ist nicht möglich, aber seine Zeit vom letzten mal kann man(frau) ja unterbieten!!

Eine Reduzierung der Maximalzeit wäre eventuell eine Möglichkeit das Feld etwas “stärker” zu machen!

Möglich das wir uns 2010 in Linz sehen, ich werd dann wieder für die 2RadChaoten/Sq starten.

LG

Von Stefan am 16. August 2009 um 09:25

bin durch zufall auf diese Seite gestoßen…

ich träume auch von einem Finish bei einem Ironman..

Habe heuer meine 1. Olympische Distanz gemacht und es war echt toll, da sind halt wirklich nur trainierte Sportler am Werk..

Beim Ironman wenn ich ma das so anschau was da für Schwergewichte und Wanderer unterwegs sind frag ich mich halt schon ob man sich da wirklich Ironman finisher nennen darf…

Wenn ich beim ironman starte will ich eine ordentliche Zeit abliefern , und nicht mit den letzten kurz vor Zielschluss ins ziel kriechen..
Denn es simmt jeder kann ein Ironman Finisher sein. aber meiner Meinung nach kommt es auf die ZEIT an , denn es is ein Unterschied wenn man diese Distanz (wie die Profis in 8 std bewältigt) oder wie die Wanderer in mehr als 16 stunden…

Vielleicht sollten die Veranstalter mal darüber nachdenken das es Qualifikations kriterien gibt für einen Ironman veranstaltung.. also gewisse Zeiten erbracht zu haben.. sosnt ist man nicht Startberechtigt.. und ev. könnte dann das Niveau wieder angehoben werden

hallo stefan;

ja genau das habe ich gemeint und wollte ich mit meinem artikel ausdrücken. ein ironman ist einfach schon zur massenversanstaltung geworden. jeder kann teilnehmen, egal ob er von anfang an nur herum gurkt. das ist schade, es war mal eine veranstaltung bei der man wirklich leistung bringen musst um als finisher hervor zu gehen. jetzt ist es ein jedermann-wandertag und das schwächt die leistung von den wirklichen athleten stark ab.

Von Markus am 17. August 2009 um 13:31

@Judit

der veranstalter in linz ist aber ein hobby verein, der sich einen hauptamtlichen obmann leisten kann/konnte, vereinsautos hat, …
also nyx mit “hobbyverein”

einen ironman konnte schon immer JEDER machen, wenn er sich angemeldet hat.

übrigens: waren heuer viele auch beim linz triathlon gehend unterwegs. also auch raus mit diesen “wapplern”?

ein stadler musste 2008 auf hawaii auch gehen? also raus mit diesem “wappler”?

einen ironman kannst du nie mit einem 3:30 h finish vergleichen.

aber ich bin auch dafür: jeder der einen ironman machen will, muß zuerst einen 70.3 gefinisht haben (oder heißt es dann wieder – typische triangle abzocke???)

lieber markus;

bzgl. trirun linz, informiere dich bitte etwas besser. es war nie eine person voll angestellt. nur für ein paar wochenstunden. da der verein viele veranstaltungen im jahr hat und somit ist es teilweise ein 80 stunden job. also wenn das nicht freiwillig und ein hobbyverein ist…

ja es stimmt, es waren noch nie aufnahmebedingungen, doch früher wurden diese veranstaltungen von den medien nicht so puplic gemacht. somit waren auch nicht so viele am start, die ihre eigene gesundheit aufs schlimmste gefährden, nur um endlich mitreden zu können.

es geht auch nicht um teilnehmer denen es auf einmal schlecht geht und daher gehend finishen müssen. nein, ich hab aljene gemeint die noch nicht mal einen marathon laufend finishen können und von anfang an vorhaben, den marathon beim ironman halt zu gehen.

zu deiner beschreibung von “typisch triangel abzock”:
wenn dies aufnahmebedingung wird, kann ich nur noch mehr darüber lachen. reicht nicht einfach ein nachweis einer halbdistanz, oder ist am 70.3. irgendetwas was ein normaler triathlon-finisher nicht kann. also ja, das wäre wohl wieder abzocke und diese aussage stammt nicht mal von mir, sondern von zwei profis aus deutschland, die derzeit ziemlich an der spitze mit dabei sind.

deine eigenartigtse aussage ist bzgl. stadler. wann bitte hat hier jemand geschrieben, dass falls ein profi oder guter athlet gehen muss, dass er dann raus gehört??????????

nicht böse sein, aber bitte zuerst alles genau lesen, dann denken und dann antworten.

Von Markus am 17. August 2009 um 14:27

ironman ist eine “firma”, deren legitimiertes ziel es ist gewinn zu erwirtschaften – wie es auch trirun mit den veranstaltungen macht.

hier kann einzig und allein der neid sprechen, daß die “fischer vom wörthersee” etwas aufgebaut haben, woran viele scheitern und viele veranstalter träumen.

ja, profis sagen viel und lassen sich vieles vorreden – gratuliere zu deinen kontakten!

also, sind jetzt doch die medien schuld, die die langdistanzen so pushen? dabei liest man in oberösterreich eigentlich kaum etwas über die langdistanz in den medien …

das mit der firma ist richtig und ja auch trirun ist daran interessiert einen gewissen profit mit veranstaltungen zu machen. der unterschied: trirun gibt das geld für die mitglieder aus und auch für veranstaltungen, wo keine größeren sponsoren sind. veranstaltungen die keinen gewinn bringen, aber den läufern spaß machen. und natürlich auch vereinsinteren veranstaltungen und kostenlose trainingsmöglichkeiten etc. da könnt ich jetzt 100sachen aufzählen. aber das thema hat eigentlich nichts mit trirun zu tun.

ich sage nicht dass ich nicht versteh, das ironman geld machen will. doch ich finde es ist der falsche weg und es lässt das thema ironman in keinem guten licht dastehen. und nein es spricht kein neid. ich finde es toll das eine stadt sich schließlich doch dazu durchgerungen hat eine damals noch kleine veranstaltung zu unterstützen. ja und ich vergönnen ihnen wirklich die ironman-lizenz. denn es gebe keinen besseren platz als wie am wörthersee.

du schreibst voll gegenteilig, in deinem vorherigem kommentar, gibst du noch an dass auch du für eine art von aufnahmeprüfung wärst. um was geht es dir jetzt wirklich?

und wenn du ehrlich bist liest man in den medien genug darüber. also deine aussage zu den medien enspricht nicht der wahrheit. sie sind allerdings nicht schuld und es geht auch nicht um schuld. es geht darum dass man einfach wirklich eine leistung vollbringt wenn man einen ironman finisht.

Von Markus M. am 17. August 2009 um 14:59

Ich möchte einen ganz kurzen Kommentar zum Artikel abgeben, da ich mit allen Aussagen so einfach nicht leben kann. Grundsätzlich vertrete ich die gleiche Meinung, dass eine Teilnahme bei einem Ironman – wenn die körperlichen und konditionellen Voraussetzungen für die Absolvierung in einer angemessenen Zeit nicht ausreichend und/oder gesundheitsschädlich sind – nicht erlaubt werden sollte. Aber nachdem jeder erwachsene Mensch für sich selbst verantwortlich ist, wird es das nicht geben.
Ich für mich wäre nie beim IM Austria angetreten, wenn ich nicht eine realistische Zeit schaffen hätte können. Aber wie gesagt, das muss jeder für sich entscheiden.

Aber dass Finisher von Profis als “Verräter des Sports” bezeichnet werden/wurden, das ist mir bis dato noch nie zu Ohren gekommen – im Gegenteil. Man hat schon oft Profis sagen gehört, dass die Veranstaltungen nur durch die Hobbyathleten überlebensfähig sind, und das stimmt auch so.
Wenn wir wieder in die “gute alte Zeit” zurückkehren, wo Triathleten als verrückt bezeichnet wurden und ein Triathlon nur 40 Teilnehmer hatte, dann wären die Sponsoren wohl bald wieder weg. Denn welchen Geldgeber interessiert eine Werbeplattform, die nichts abwirft. Sponsoring ist “geben und nehmen”. Und die Werbeindustrie lebt von der “Masse”, die wir Hobetten nun mal sind.

und btw: für einen debütanten mit einer 50h-woche sind 12h für einen ironman sehr gut; dies als “ganz ok” zu bezeichnen halte ich für arrogant. ein profi tut nichts anderes als trainieren, viele hobetten haben eine 40 – 60h woche UND trainieren zusätzlich. und für einen 12h – finish ist sehr wohl ein aufwand von 10-14h pro woche erforderlich.

lg, markus

ein polarisierender artikel der von schubladisierung nur so lebt. schade eigentlich, denn im prinzip bin ich auch der meinung, dass die wandertag-athleten dem sport eher schaden als helfen (ausser die marie den veranstaltern)

das ironman-corp-bashing ist trotzdem peinlich. denn auch die linz-triathlon bewerbe leben vornehmlich von den wapplern. weiters wurden (auch heuer) “veranstaltungspraktiken” an den tag gelegt die einer sportlichen glaubwürdigkeit nicht dienlich sind. aber das ist off-topic.

es zeugt aber bei weitem nicht vom sportlichen verständnis, über die zeit auf die “leistung” zu schliessen. das würde höchstens über altersklassenspezifische limitzeiten bzw qualifikationsmodi gehen. ein jeder 65 jährige der mit 16h ins ziel wankt leistet, objektiv gesehen, sicher mehr als eine 25 jährige die mit 13,5h joggend unterm bogen durchläuft. also wo die grenze ziehen!? ich sage altersspezifische limitzeiten UND qualifikationszeiten über eine halbdistanz (in relation zum overall-sieger) oder eine entsprechende marathonzeit.

ausserdem ist dieses thema mittlerweile schon ausgelutscht. ein viel grösseres problem sind die image-triathleten die am persönlichen selbstfindungs- bzw egotrick cep-besockt und kinesiogetapet ohne ein lächeln auf den lippen den sport versauen.

hallo markus;

hier geben ich dir recht. 12 stunden sind eine gute zeit und ich gratuliere dir auch. ich rede ja auch von den 16 stunden finishern (ausg. bei auftretender verletzung). es geht darum dass man für das abzeichen ironman noch was machen muss. es kann nicht sein dass man auch wenn man nur dahin rollt und wandert auch als ironman hervor geht. und natürlich auch, dass das ganze einfach schon zu teuer ist.

hallo christoph;
klar bei jeder veranstaltunge hast du ein paar dabei, wo du denkst: wie kann der nur so eine distanz schaffen. ich finde es auch toll. aber ich finde es nicht toll wenn jemand von anfang an vor hat die letzte distanz zu gehen. das ist einfach nicht laufen!!

mit den altersklassen hast du natürlich recht und ja die image-athleten sind echt schlimm. muss ich mal was drüber schreiben. bin ja gespannt was dann von allen aus antwort kommt *fg*

Von Markus M. am 17. August 2009 um 16:01

hallo judith! danke, aber mit den 12h war nicht ich selbst gemeint. meine endzeit ist eine andere, aber um die gehts eigentlich hier nicht (9h50). ich wollte auf den kollegen weiter oben ansprechen, der mit einem fulltime-job + wahrscheinlich familie sein training für 12h unterbringt. Und das verdient respekt, denn das ist nicht einfach, alles unter einen hut zu bringen.

lg, markus

Von Markus M. am 17. August 2009 um 16:03

zu den imageathleten oder auch “poser” genannt. da vertreite ich die gleiche meinung wie ihr. manchmal zum k…., wenn man manche be”ceppte” und ironman-be-t-shirtete und was auch immer sieht, die zumindest optisch extrem “schnell” aussehen. *fg*

es ist immer wieder eine freude, so manchen aerobehelmten auf seiner topzeitfahrmaschine mit dem rennrad zu überholen.

Hallo, arrogante Judith!

Auch wenn der Blog jetzt schon ein weilchen her ist, erlaube ich mir trotzdem was zu schreiben.

Triatlohn ist doch für 99 & der athleten reines hobby!
google doch mal die definition von hobby…

wer schreibt es uns vor was wir in unser hobby investieren? kann nicht jeder sein hobby so ausleben wie er will?
nach deiner ansicht dürften also “schlechtere” sportler auch nur mit schlechteren material an den start gehen, weil es sich ja sowieso nicht lohnt mehr zu investieren (in sein eigenes hobby wohlgemerkt!)

soso man muss also kaum trainieren um einen marathon unter 3:30h zu finishen??? gehts noch?
sowas dämliches habe ich selten gelesen!
hier sieht man ja wohl wie viel ahnung du hast…
nämlich gar keine!!

Hi,
vorab. Ich habe nicht jeden einzelnen Kommentar gelesen aber mir eine Meinung gebildet. Ich habe jetzt auch mit dem Triathlontraining begonnen, nachdem ein Jahr sportlich – aufgrund von Unistress – nicht viel passiert ist. 5 Jahre Radkurier haben mich zumindest radtechnisch gefordert.

Ich kann den Artikel voll verstehen. Gestern habe ich die Triathlonbibel bekommen und mal reingeschaut. Sinngemäß hatte ich gelesen, dass einen Triathlon jeder machen kann, weil jeder Radfahren, Laufen und Schwimmen kann. Ob es gut aussieht ist die andere Frage. :) Mein Laufstil sieht im Moment jedenfalls sicher noch furchtbar aus.

Ich kann jedenfalls nicht verstehen, wie man – auch als Hobbysportler – daran interessiert ist, überall mitzumachen und nie mehr Hoffnung haben kann, als nicht auf den schlechtesten (bspw.) 50 Plätzen zu landen. Dann würde ich einfach eine Distanz wählen, die meinen Fähigkeiten näher kommt.

Mein Ziel sind übrigens auch die 226 aber die peile ich wohl erst für frühestens 2011 an. Dieses Jahr gibt es Einzelsportevents in Rad und Laufen und eine triathletische Volksdistanz. Vielleicht ein Halbmarathon gegen Ende der Saison und zwischendurch ein paar kurze Distanzen. Ich hoffe ich mache es richtig so.

Tschuldigung, war ein wenig Off-Topic. Ich wollte damit nur sagen, dass ich versuche das ganze vernünftig anzugehen. Bin relativ neuer Aktivist in der Blogwelt. ;)

Gruß
MischoK

weltklasse – die meisten hier fühlen sich eindeutig angesprochen, sonst würden sie nicht so durchdrehen. hahahahahaha

Von benny am 15. Juni 2010 um 10:46

Der Ironman mit seinen Distanzen ist nicht gesund. Somit verlagert sich der Sinn der Strecke eher auf Motivation/Kopfsache.
Wenn man sich in der Lage fühlt das zu bewältigen, dann sollte man das auch versuchen “dürfen”.

Wenn Judi oder jmd ein Problem damit hat, soll ers A besser machen oder B nicht drüber urteilen.
Die Leute die auch keine 8-10h schaffen, müssen eventuell auch ein wenig arbeiten. Die sind sich dann nicht zu fein zu sagen, dass sie nicht könnten.

Ich unterstütze der jdn, der sich das Ziel gesetzt, das zu packen – ich meine, es geht doch um Spaß an der Belastung, sich zu fordern und nicht da Fabelzeiten hinzulegen.(Punkt)

Von matthias am 4. Juli 2010 um 18:36

Hallo zusammen,

Ich habe mit Triathlon eigentlich nicht viel am Hut, außer das ich ein begeisterter Zuschauer dieser doch faszinierenden Sportart bin.

Aber auch ich kann mich zu manch anderen Kommentar anschließen, und nur nochmals bereits gesagtes wiedergeben, GRATULATION zu diesem schwachsinnigen Beitrag!!!

Es kann doch nur gut für eine Sportart sein, ihn einer möglichst breiten Masse zugänglich zu machen. Es sollte vielmehr Sportler dieser Art geben, die den “inneren Schweinehut” überwinden können, und so unglaubliche Strapazen von Schwimmen, Radfahren und Laufen jeweils in Marathondistanzen über sich ergehen lassen. Für mich als ansonsten begeisterten Hobbysportler ist auch der Allerletzte im Ziel noch ein wahrer Champion!!!

Außerdem ist es auch ein angenehmer Nebeneffekt für das Geldbörserl der Profis, wenn der Triathlonsport auch in einer breiten Masse so boomt. Das Interesse an einem Ironman wäre wohl nur halb so groß, wenn statt 1500 “heldenhaften” Startern nur eine kleine ausgewählte Gruppe von Profis am Start stehen würde. Und das Interesse von Sponsoren geht dann wohl Hand in Hand.

Und einen Ironman-Finisher als Sonntagsspaziergänger zu bezeichnen, lässt am geistigen Dasein des Autors ohnehin zweifeln…

Auch die sich häufenden Verdächtigungen diverser Triathlonprofis bezüglich des Themas Doping, um es auch für Österreicher verständlich auszudrücken – SPORTBETRUG, sollten nicht ganz bedenkenlos ad acta gelegt werden.

LG eines begeisterten Triathlon-Fans und höchsten Verehrer eines jeden einzelnen Ironman-Finisher, welcher sich mit dem olympischen Gedanken “DABEI SEIN IST ALLES” noch sehr gut identifizieren kann, im Gegensatz zum Autor.

Von Andi 1883 am 7. Juli 2010 um 18:21

Das ganze ist ja eine Wahnsinns Diskusion, jetzt möcht ich meinen Senf auch dazu beitragen!
1. Jeder der Sportler (richtiger Sportler) ist, vergisst eigentlich wie toll die Leistung ist 3,8km zu schwimmen, 180 km zu radeln und 42 km zu laufen (oder wandern, wurscht) und das in einen Tag unterzubringen.
Der Otto normalo schüttelt dabei nur seinen Kopf dabei und denkt sich: das machen nur Irre!

2. Wem das stört, das es 16 Stunden Finisher gibt, der soll es verdammt noch einmal einfach besser machen, oder stehen diese langsamen Finisher irgendwie im Weg?, ich glaube nicht!

3. Wer den Ironman das erste Mal macht, so wie ich wird halt überrascht sein, dass er beim Marathon nur mehr die Hälfte langsam laufen kann, und die andere Hälfte wandern (schnellwandern) muss, ich hab mir das auch nicht gedacht, denn im Training lauf ich den Halbmarathon im GA2 Bereich ohne Schwierigkeiten durch. Ich glaub nicht, dass irgendwer mit Absicht auf Wandertag geht, so wie ihr das sagt.

4. Ich liebe Triathlon und warum soll das nicht ein Breitensport werden, oder soll es immer nur Fussball heißen

lg Andreas

Von Andi 1883 am 9. Juli 2010 um 09:32

Zum Thema Ist das Abzeichen noch was wert?

Das ist einmal eine Saublöde Frage überhaupt, wenn man folgendes sich mal auf der Zunge zergehen lässt:

In Österreich leben 6,3 Millionen (startberechtigte) Einwohner.
Jedes Jahr nehmen ca. 1000 Österreicher teil
(Hochgerechnet), ich gehe davon aus, dass ein Drittel davon Neulinge sind.
Den Ironman in AT gibt es schon 12 Jahre, obwohl in den ersten Jahren weniger teilnahmen, möchte ich dies der Einfachkeit halber unberücksichtigt lassen.

Das heisst im Ergebnis: 0,6 Promille aller Erwachsenen Österreicher haben dieses Abzeichen
(mind. 1 mal) (ca.3600 EW)
Das ist schon eine extreme Minderheit!!!
Im Klartext: Nicht einmal jeder tausensde Österreicher darf sich Ironman nennen

Servus,
ich kann dem Andi auch nur Recht geben. Der Beitrag entbehrt jeglicher Grundlage und ist rein auf Provokation einer spätpubertierenden 26-Jährigen aufgebaut. Alleine “wer arbeitet mehr-?” -lieber wolfgang auch ich arbeite mindestens 70 stunden in der woche und vor allem trainiere ich nicht wirklich, mach nur sport wie ich zeit hab und es mir spaß macht- und der ÜBERHAMMER ist: alle teilnehmer schon einmal einen marathon in 3:30 std gelaufen sind. ist zwar keine schnelle zeit, aber wenigsten weiß man dann, das es zumindest die möglichkeit auf ein “richtiges” finishen gibt. und um einen marathon unter 3:30 std zu laufen, braucht man eigentlich nicht wirklich viel trainieren. ansosnten sollte man einfach ehrlich zu sich sein und sich eingestehen, dass man einfach kein läufer ist.!!!????
Bist du dann auch keine Läuferin?
Hab nämlich im Archiv gefunden, dass du von 19 gelaufenen Marathons bei 8 länger als 3:30h unterwegs warst.
Weiters sprichst du ja aus Erfahrung, du hast ja noch nie einen Ironman gefinished!

Einfach nur lächerlich!

lieber tom;

also von deinem foto her gesehen glaube ich nicht das wir uns kennen. also mach bitte keine so beleidigenden aussagen wie “spätpupertierend”. würdest du mich kennen, dann würdest du dies nicht behaupten… glaub mir.
ich arbeite auch 60 stunden minimum in der woche. habe immerhin vier verschiedene jobs, da mir einer aus kreativitätsgründen nicht reicht. ich bin mittlerweile schon weit über 20 marathons gelaufen. aber darum bin ich kein besserer mensch oder so. laufe keinen marathon um mir oder jemanden etwas zu beweisen, sondern weil ich gerne in die ferne fahre und ich marathons gerade eine angenehme distanz finde.
ja natürlich bin ich schon des öfteren über 3:30 gelaufen, hier darf ich aber zu meiner verteidigung sagen, dass ich gemeint habe wenn jemand etwas trainiert (nach plan) dann sollte er es schon drauf haben einen marathon in dieser zeit zu laufen. ich bin meinen ersten in 3:33 und zwar komplett ohne wirkliches training gelaufen.

natürlich kann man nicht alle in einen topf schmeißen. wenn jemand zum beispiel eine krankheit hat, finde ich es toll wenn er zu laufen beginnt und auch mal einen marathon in vier stunden läuft. was ich aber nicht so toll finde: wenn jemand denkt er kann mit einem marathon abnehmen oder sich selber hervorheben. einen marathon zu laufen ist nunmal nichts besonderes und kann mit ein bisschen training jeder machen. nur wenn man zu viel gewicht auf den rippen hat, sollte man eben zu erst mit den kürzeren distanzen beginnen. warum muss es gleich ein ironman sein, wenn ich nicht mal eine halbdistanz schaffe. ich bin auch erst nach 4 oder 5 marathons einen 100km gelaufen. wenn ich am anfang gleich einen 100km-lauf absolviert hätte, wäre ich wahrscheinlich auch die hälfte gegangen. genauso ist es beim ironman. liebe sportler, erst wenn man sich sicher ist den marathon am schluss halbwegs laufen zu können, sollte man an so einem event teilnehmen und nicht nur aus dem grund “weil es ja jetzt jeder macht und weil ich dann toll bin” !!!

Von Stefan Schröter am 11. August 2010 um 08:40

Hallo,

leider wurde ich erst jetzt auf diesen Beitrag aufmerksam. Schon schade, dass Judith ihren Artikel sehr negativ anlastet und den eigentlichen Sinn des Ausdauersportes – Gesundheit – vernachlässigt. Kenne auch eineige, die auf einer Langdistanz ins Ziel kamen und da ich auch selbst Triathlon betreibe und zwei Irionman beendete, neben Familie mit zwei Kindern, 38,5 h Dienst pro Woche und nem Teilzeitstudium, bin ich über die Aussagen schon sehr enttäuscht. Müssen den Alle unter zehn Stunden kommen, oder ist das auch zu langsam? Mit über 50 soetwas abzuliefern bedarf schon einer Menge Respekt und die Zeit ist nebensächlich. Gerade in der heutigen Zeit, mit 50 % Übergewicht in der Bevölkerung, ist jeder der Triathlon betreibt, egal ob lang oder kurz, genau auf dem richtigen Weg und nicht jeder hat die Zeit und/oder das Geld, 20 – 30 Stunden die Woche zu trainieren. Nebenbei brechen auch viele Profis im Rennen ab, da sie hier Rücken und da Knie haben.

Auch ich bin Stolz, ein Ironman zu sein und dabei ist die Marke nicht interessant!

Beste Grüße Stefan

Von Andi 1883 am 29. August 2010 um 11:46

Ich bin stolz ein Ironman zu sein, auch wenn ich 16:59:59 gebraucht hätte!
Natürlich beim nächsten Ironman (in 2 oder 3 Jahren) setzte ich meine Latte schon höher an!
Aber das ich heuer den IM gefinished habe, auf das bin ich mächtig Stolz!!!

lg Andreas

 

Schreiben Sie einen Kommentar

« | Home | »