Die Sucht, die langsam tötet!
Sport und gutes Aussehen, ein Sucht die den Körper langsam umbringen kann. Anfangs voll Motivation um ein paar Kilos zu verlieren. Steht der Zeiger der Waage wieder auf der richtigen Zahl, schwindet bei vielen das verlangen nach Sport und es darf die Bewegung wieder ein bisschen zurück geschraubt werden und wieder mehr gesündigt werden. Doch bei einigen beginnt hier erst der Teufelskreis!
Steht die Waage mal richtig, will man mehr. In den ersten beiden Jahren wird auch die Leistung noch besser. Keine Anzeichen von irgendeiner Mangelernährung, doch die Nebenwirkungen arbeiten heimlich. Müdigkeit und schlechte Konzentration sind die ersten Anzeichen. Doch diese werden meisten übersehen oder weggeredet. Freunde hat man bald verloren, dies macht aber nichts, denn ein neuer Freund ist gefunden und zwar den Sport und der geht über alles.
Vor dem Sport und nach dem Sport…
kommt nichts. Und man will noch weiter runter, das anfängliche Ziel ist schon längst weiter nach unten geschraubt. Gerade beim Triathlon zählt die Schönheit viel mehr als bei irgendeiner anderen Sportart. Ein Triathlet bezeichnet sich als der perfekte Athlet oder sollte es vielleicht doch “der fanatischte und eitelste Athlet” heißen.
Vorsicht ist also geboten, wenn man merkt dass sich seine Interessen nur noch um den Sport drehen und man seinem Freundeskreis, den Rücken zudreht. Im Kopf schwirren nur noch zwei Worte: Essen und Training!
Essen – für manche ein schlimmes Wort und gleichzeitig eine Freude, wenn der Wille stark genug ist um abzulehnen. Mit der Zeit schwindet der Hunger, statt des Hungers kommt ein angenehmes Gefühl. Die Waage geht nach unten, jeden Tag wird kontrolliert. Kein Fehler ist erlaubt. Jeden Tag wird dasselbe gegessen und von jeder Mahlzeit weiß man die Anzahl der Kalorien. Wenn es mal soweit ist, dann herzlichen Glückwunsch: Sie haben eine schon weit fortgeschrittene Essstörung! Von der Magersucht ist es oft nicht weit zur Bulimie und dann nimmt der Kreislauf des Zerstörens seinen Lauf.
Nach spätestens zwei Jahren nimmt der Körper Rache. Rache an der Person, die ihn die letzten Jahr gequält hat. Er schaltet auf sein Notprogramm. Der Grundumsatz ist so niedrig dass sich jede Nahrung sofort in Fett umwandelt um ja Reserven zu haben. Die fehlenden Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente werden aus den Knochen gesaugt, was über die Jahre hinweg zu Osteoporose führt und die ersten Ermüdungsbrüche mit sich zieht.
Durch die immer wieder vorprogrammierten Fressanfälle kann man sich lange halten und die Öffentlichkeit bekommt das Problem nicht so schnell mit. Die Kilos schwinden langsamer, als wie bei einer normalen Magersucht. Auch wird bereits im Mund verdaut, so kann der Köper wenigsten ein paar der tausenden Kalorien aufnehmen.
Die ersten Folgeschäden sieht man jedoch schon früh. Die Haut wird trocken, die Haare kraftlos und gehen leicht aus. Die Fingernägel brechen und die Zähne werden schlecht, bis schließlich auch die Regel aussetzt. Aber alles wird ignoriert, denn man ist viel zu dick. Auch wenn man nur noch Haut und Knochen ist, man sieht dies nicht und nimmt sich weiterhin als viel zu dick war.
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