Satire rund um den Ausdauersport
Von „TriPoet“
Röchl reibt sich gähnend den Sand aus den Augen und verflucht sein Google-Smartphone, das mit einer unsäglichen Melodie an das Mittwochmorgen-Schwimmtraining erinnert. Einen mechanischen Wecker hat der Web 2.0 Freak und Facebook-Junkey schon lange nicht mehr und Opas edles Blecherbstück ist wohl einer dieser Säuberungsaktionen nach dem Umzug ins neue Haus vor einem Jahr anheimgefallen
Es ist 5:30 Uhr und ab 7:00 Uhr sollte im städtischen Hallenbad gekrault werden, doch Röchl hat sich gestern Abend wieder einmal bei der Beschickung seiner eigenen Homepage mit niemandem außer ihm selbst interessierenden Trainingsdaten verschlissen. Trainingsdaten ist zu viel gesagt, besser wäre Stagnationsdaten. Röchl hat sich für 2010 den Ironman in den Kopf gesetzt und befindet sich seit Jänner praktisch ständig im Übertraining.